Filmkritik:
Rachida
Algerien/F 2002 R: Yamina Bachir D: Ibtissem Djouadi, Bahia Rachedi, Rachida Messaoui En, Hamid Remas, Zaki Boulenafed, Abdelkader Belmokadem, Azzedine Bougherra
Eine junge, unangepasste Lehrerin wird bei einem Terroranschlag in Algier schwer verletzt. Sie zieht mit ihrer Mutter aufs Land, um dem Terror zu entgehen. Cornelia Fleer vom Filmdienst rät, man dürfe sich von dem "schwachen Beginn" des Films nicht abschrecken lassen. Da versuche die Regisseurin "umständlich ihr Thema, den couragierten Umgang mit der alltäglichen Bedrohung und der Angst, in den Griff zu bekommen". Dann aber überzeuge der Film mit einigen "nachdrückliche" Szenen. So werde im "Mikrokosmos" des Dorfes den "subtilen Beziehungen zwischen den Terroristen und ihren Opfern" und den "Zusammenhängen zwischen Angst und Hass" nachgegangen. Durch den "Kontrast zwischen dem Gewaltpotenzial und den beschaulichen dörflichen Nächten" entstehe "eine Art Verfremdungseffekt, der den Terror, der jedem begegnen kann, veranschaulicht".
Kerstin Decker vom Tagesspiegel lobt: "Ein schöner Film, auch wenn er vom Terror handelt. Ein leiser Film, auch wenn der Terror laut ist". Rachida ist für sie "nichts anderes als die Selbstbehauptung der Heimat Yamina Bachir Chouikhs".
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