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Aktualisiert am 25.03.2006

Filmkritik:

Der Räuber Hotzenplotz

Der Räuber Hotzenplotz

D 2006 R: Gernot Roll D: Armin Rohde, Martin Stührk, Manuel Steitz, Rufus Beck, Katharina Thalbach, Barbara Schöneberger, Piet Klocke, Christiane Hörbiger Filmwebsite
Als Räuber Hotzenplotz die Kaffeemühle der Oma stiehlt, greift Wachtmeister Dimpfelmoser ein. Auch Kasperl und Seppel wollen den Räuber fangen. Doch Hotzenplotz stellt den beiden eine Falle und verkauft den Kasperl als Haussklaven an den bösen Zaubererer Petrosilius Zwackelmann. Vorlage sind zwei Kinderbücher von Ottfried Preussler.

Blickpunkt:Film ist begeistert von der "liebevoll ausgestatteten und in satte Farben getauchten Märchenverfilmung", deren "bunte Optik" mit der "bedächtigen Erzählweise" kontrastiert. Die "Top-Darsteller" fühlten sich "sichtlich wohl" in dem "optisch kunterbunt-schrägen" Film.

Rolf-Ruediger Hamacher vom Filmdienst gefiel das "detailgetreu ausgestattete, opulent fotografiertes Fantasy-Stück", weil es sich "wohltuend dem Zeitgeist entzieht und einen angenehm altmodischen Charme entwickelt". Die Inszenierung könne mit den "großartigen Bildern" nicht immer Schritt halten; der Regisseur Gernot Roll sei ein "gediegener Handwerker, der die Vorlage exakt umsetzt, dem aber jegliche inszenatorische Innovation und persönliche Handschrift fehlt".

Cosima Lutz von der Welt meint, im Vergleich zur Hotzenplotz-Verfilmung von 1973 mit Gert Fröbe schneidet die Neuauflage nicht schlecht ab. Die Macher verliehen ihrem Hotzenplotz den "zeitlosen Look alter Defa-Märchenfilme" und verabschiedeten sich von der" Albernheit, Kasperl und Seppel von ausgewachsenen Männern spielen zu lassen". Der Film leiste sich dabei ein "Höchstmaß an Gelassenheit und auch Behäbigkeit", sei aber nicht sonderlich gewitzt.

Monika Osberghaus von der FAZ gefiel die "Schlichtheit" dieserNeuverfilmung, die den Zeitgeist unterlaufe und zum Glück darauf verzichte, "den üblichen Geräuschebrei über jeder Szene auszukippen oder mit unmotiviert herbeigeführten Spezialeffekten kurzatmige Spannung herzustellen". Der Film biete ein "im besten Sinne naives Kasperltheater in Realverkleidung mit exzellent agierenden Darstellern". Armin Rohde fülle seine Rolle "grandios" aus; sein Hotzenplotz ist "dumm, ohne albern zu werden, und grob, ohne brutal zu sein. Die Kinder werden ihn vollkommen ernst nehmen, fürchten und lieben".

Für Henri Kramer vom Tagesspiegel gewinnt der Film "trotz einiger Drehbuchpatzer" am Ende "dank seiner großartigen Besetzung". Der "fast kindliche Spaß", den "gestandene Mimen" wie Armin Rohde und Christiane Hörbiger an ihrer "beinah schon überzeichneten Schauspielerei" machten den Film sehenswert. Der Versuch, gleich zwei der 'Hotzenplotz'-Bücher in einen Film zu pressen, sei jedoch gescheitert und verleihe der Spannungskurve einen "derben Dämpfer".

Die Welt porträtiert Armin Rohde.

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