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Aktualisiert am 04.07.2005
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Filmkritik:

Rain - Regentage

Nzl 2001 R: Christine Jeffs D: Alicia Fulford-Wierzbicki, Sarah Peirse, Marton Csokas, Alistair Browning Filmwebsite
Eine 13 jährige testet ihre erwachende Sexualität an einem Flirt mit ihrer Mutter aus und beschwört damit eine Katastrophe herauf.
Karin Laub vom Filmdienst ist beeindruckt. Zwar möchte man "die Existenz solcher Teenager" außerhalb französischer Filme "schlicht abstreiten. Extrovertiert, mutwillig, kühl und scheinbar ohne Angst". Doch der Film hat ihr sehr gut gefallen: "In wunderschönen, stimmungsvollen Bildern erschafft Regisseurin Christine Jeffs, die früher als Cutterin und Werbefilmerin arbeitete, eine Welt voller Tristesse, Lebenslust und auch Suspense. Sie erreicht es, dass die Sprengkraft der funkelnden, brütenden Natur über der Szenerie liegt und sogar bis in die Beengtheit des Bungalows hineinreicht."
Antje Schmelcher von der Welt findet, der Auslöser der Probleme sei eher das kindische Verhalten der Erwachsenen - und der Alkohol: "Eigentlich ist es die in den 70er Jahren entstandene Institution der Hausbar, die Jeffs Film zusammenhält. Ein Fortschritt des Konsums und der Emanzipation gleichermaßen, kann doch der Gang in die Kneipe mit einem Griff zum Kühlschrank erledigt werden. Das Trinken hat von der asozialen Welt der Bars in den sozialen Raum der Bürgersfamilie Eingang gefunden."
Harald Peters von der taz bemängelt, dass der Film nicht "auf den Punkt" komme. Dennoch sei er recht ansehnlich: "Es war in diesem Zusammenhang gewiss nicht von Nachteil, dass Christine Jeffs zuvor Werbefilmerin war, und insofern darauf geschult ist, Belanglosigkeiten so zu zeigen, als seien sie hintergründig und interessant. Vor allem die suggestive Kraft der Zeitlupe hat sich in dieser Hinsicht bewährt, besonders, wenn es in Rain darum geht, das Zusammenspiel von Sonnenstrahlen, Haarsträhnen und Wassertropfen besonders effektiv zu inszenieren."
Heike Kühns Kritik ( Frankfurter Rundschau) ist dagegen überschwänglich und auch sehr schön geschrieben. Alicia Fulford-Wierzbicki verkörpere die Tochter sehr gut., und "auch die komplizierten Tempiwechsel einer von Naivität und Neugier, Rachsucht und Allmachtsphantasien überschwemmten Psyche, die Janey beim Schwimmen in vorpubertäre Unbeschwertheit zurücktragen und im nächsten Moment ihres Nymphenkörpers gewahr werden lassen, sind Kunststücke eines zwischen den Zeilen und Gesten lebenden Films."
Eine weitere positive Kritik finden Sie in der Süddeutschen Zeitung.

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Infos zu diesem Titel
• Sprache: Englisch
• Import, PAL
• Laufzeit: 86 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 26. April 2004

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