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Aktualisiert am 01.08.2005

Filmkritik:

Rana's Wedding - Jerusalem, another Day

Rana's Wedding - Jerusalem, another Day

Pal 2002 R: Hany Abu-Assad D: Clara Khoury, Khalifa Natour, Ismael Dabbag, Walid Abed Elsalam Filmwebsite
Der jungen Palästinenserin Rana ist von ihrem Vater ein Ultimatum gestellt worden: entweder sie heiratet innerhalb von zehn Stunden ihren Freund, oder sie muss mit ihrem Vater nach Ägypten ziehen. Auf der Suche nach ihrem Geliebten durchquert sie das von Kontrollpunkten und Umwegen zerrissene Jerusalem.
Für Oliver Rahayel vom Filmdienst ist Ranas Weg zum Bräutigam eine "anschauliche Metapher für ein Leben im Zeichen der Besatzung"; die "Zerrissenheit Jerusalems" werde durch Alltagsszenen "geradezu körperlich spürbar". Regisseur Abu-Assad habe sich erst gar nicht um eine Drehgenehmigung bemüht, weshalb der Film "für ihn ebenso wie für seine Hauptfigur ein Hindernislauf wurde, der ständig vom Scheitern bedroht war, was sich zwangsläufig auch auf den Inszenierungsstil auswirkte". Angesichts der fortdauernden Besatzung seiner Heimat habe er sich der "Mittel der Groteske enthalten", sein Film sei aber dennoch "im Grundton eine Komödie", eine "optimistische dazu, denn das Selbstbewusstsein, mit dem Rana ihr Ziel trotz aller Hindernisse durchzusetzen weiß, lässt hoffen".
Susan Vahabzadeh von der Süddeutschen Zeitung meint, der Film sei "rabenschwarz, ohne komisch zu sein, eine merkwürdige, bemerkenswerte Geschichte - was vor allem daran liegt, dass sie an keinem anderen Ort der Welt glaubwürdig wäre". Rana's Wedding sei ein "road movie, das auf der Stelle tritt - wie Hamster im Laufrad sind diese Leute, permanent aktiv, aber es führt zu nichts".
Hans-Jörg Rother ( Tagesspiegel) spricht von einer "wunderbaren Komödie", mit einer "großartigen" Hauptdarstellerin.
Die taz hat sich mit Hany Abu-Assad unterhalten und porträtiert den Regisseur kurz und knapp.

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