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Aktualisiert am 25.04.2005
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Filmkritik:

Ravioli

Ravioli

Aut 2003 R: Peter Payer D: Alfred Dorfer, Gertraud Jesserer, Branko Samarovski, Günther Paal, Michou Friesz Filmwebsite
Der Film erzählt von den letzten 48 Stunden eines 40jährigen Arbeitslosen, einem ehemaligen Bankfilialleiter, der von seiner Frau und seinem Sohn verlassen wurde, und am Ende Selbstmord begeht.
Für Wolfgang M. Hamdorf vom Filmdienst eine "Gratwanderung zwischen Sozialdrama, Satire und Tragikomödie mit schwarzem, bitterem Humor". Insbesondere die "Bildsprache, die der Film für die Vergangenheit und die vergangenen Sehnsüchte entwickelt" fand er faszinierend. So sei Ravioli "ein eigenwilliger Parforce-Ritt zwischen Tragödie, von schwarzem Humor geprägtem philosophischem Kabarett und einem spezifisch wienerischen magischen Realismus".
Dietrich Kuhlbrodt meint in der taz, der Film sei "in keins der gängigen Genres einzuordnen. Er ist eine Vielheit, also was Gutes, wie wir philosophischerseits gelernt haben. Dementsprechend versorgt uns der vorstellungsaktive Tagträumer rege und selbstironisch mit lockeren Sprüchen, die wir als Aphorismen zur Lebensweisheit klassifizieren können. 'Vielleicht denkt sich uns nur wer … es gibt so Kranke.'"
Als "liebevoll lakonisch und kühl sarkastisch inszenierten Schwarzweißfilm" beschreibt Reinhard Wengierek ( Welt) den Film, der das "Psychogramm eines zwischen ängstlicher Lebensflucht und fragwürdiger Lebenslust Schwebenden" zeichnet. "Und Alfred Dorfer, ein stimmungs- wie seelengenauer Schauspieler, gibt diesen österreichischen Verwandten eines Oblomow oder Bartleby, diesen stillen, einzelgängerischen Gegenentwurf zu abendländischen Aktivitätskommandos fein und lässig balancierend zwischen einer nicht gänzlich abzuwürgenden Sehsucht nach handgreiflichem Schaffens-, Liebes-, Zukunftsglück und süchtigem Surfen in transzendenten Melancholien."

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Infos zu diesem Titel
• DVD Erscheinungstermin: 5. Dezember 2003

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