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Aktualisiert am 01.10.2008

Filmkritik:

Recycle

Recycle

(Ea'adat Khalq) Jordanien/Niederlande/D/Schweiz/USA 2007 R: Mahmoud al-Massad 82 Min. Filmwebsite
Abu Ammar, ein Ex-Djihadist, ringt darum, seinen Glauben und seine Realität unter einen Hut zu bringen. Er lebt in einem der ärmsten Viertel von Sarka, dem Geburtsort von Abu Musab al Sarkawi, dem ehemaligen Al-Qaeda Führer im Irak, der 2005 von den US-amerikanischen Truppen getötet wurde. Abu Ammar muss ständig Rückschläge hinnehmen. Er ist gezwungen Kartons zu sammeln, um seine Familie, mehr schlecht als recht, zu ernähren. Als sich seine Situation verschlimmert, muss er eine radikale Entscheidung fällen, um sich vor Entwürdigung zu schützen.

Für Wolfgang Hamdorf vom Filmdienst besteht eine der Stärken des Films darin, "dass er über die sachliche, mitunter spröde Schilderung des Alltags Vorurteile in Frage stellt oder Situationen beschreibt, die das gängige Bild ins Wanken bringen". Recycle ist für den Kritiker ein "unprätentiöser Dokumentarfilm über einen von Zweifeln geplagten Menschen, Familienvater und Moslem"; Regisseur Mahmoud Al Massad verzichte auf "Simplifizierungen und einfache Identifikationsangebote", er zeige den Protagonisten und sein Umfeld vielmehr als "Spiegel der komplexen Situation im Nahen Osten".

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