Filmkritik:
Red Eye
USA 2005 R: Wes Craven D: Rachel McAdams, Cillian Murphy, Brian Cox, Jayma Mays, Jack Scalia, Laura Johnson, Max Kasch, Angela Paton, Suzie Plakson Filmwebsite
Ein Killer zwingt eine Frau, die im Flugzeug neben ihm sitzt, ihm bei einem Mord zu helfen. Blickpunkt:Film fand den Film ganz unterhaltsam, hat aber auch einige Schwächen ausgemacht: "Dazu gehören die unnötig lange Anfangssequenz, ein extrem dialoglastiger Mittelteil und eine unglaubwürdige Auflösung. Das Ganze dauert lediglich 76 Minuten und bietet damit für Nebendarsteller wie den geschätzten Brian Cox (...) und die Logik des Plots leider sehr begrenzte Spielzeit." Die beiden Hauptdarsteller könnten aber überzeugen.
Rüdiger Suchsland vom Filmdienst sieht dagegen Cravens Ruf, nach dem "vom Studio stark manipulierten Werwolf-Film Verflucht“, wieder aufpoliert: "Mit bewundernswerter Ökonomie und ständig hohem Tempo gewinnt Craven dem begrenzten Szenario immer neue, stets unterhaltsame Facetten ab. (...) Ein Thriller, der extrem auf Timing setzt und seine Geschichte bis zum Ende ohne Unterbrechung sachte eskalieren lässt." Die Konfrontation mit dem Killer lasse sich sowohl als Geschlechterkampf wie auch als Politischer Bezug auf den Kampf gegen den Terror lesen.
Sascha Westphal von der Welt hat es ähnlich gesehen, wenn auch nicht ganz so euphorisch. Vordergründig sei der Film ein "kleines, gradliniges B-Picture", in dem die "Thriller-Maschinerie perfekt" bedient werde und in dem am Ende auch die "alte Ordnung" wieder hergestellt werde. "Für den zweiten Film, der nur ganz knapp unter der Oberfläche von Red Eye schlummert, gibt es diese Möglichkeit nicht. Die Spannungen und der Druck, von denen er erzählt, sind ein so zentraler Aspekt des alltäglichen Lebens in den Vereinigten Staaten, daß es kaum noch ein Ventil für sie gibt."
Sebastian Handke vom Tagesspiegel schreibt, Wes Craven habe "zwei begabte Darsteller in eine Flugzeugattrappe gesetzt, mit der Kamera draufgehalten und einen überraschend spannenden Genrefilm gedreht, der auch den Nebensächlichkeiten Aufmerksamkeit schenkt." Nur am Ende jage mal wieder "ein verrückt Gewordener mit geriffeltem Doch eine Frau durchs Haus, und diese Frau flieht den Genreregeln folgend ins Obergeschoss statt nach draußen. Schade, denn Craven ist ansonsten ein wuchtiges kleines Kammerspiel gelungen: kurz, billig und schnörkellos; dabei von beharrlicher Unlogik und höchster Effektivität."
Die Frankfurter Rundschau mäkelt, sobald der Film das Flugzeug verlasse verflache "die Handlung zusehends. Red Eye wird zum beliebigen Actionfilm." Bis dahin fand man den Film auch hier "spannend" und vor allem hervorragend gespielt, besonders von Rachel McAdams.
nfos zu diesem Titel
• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
• Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
• Bildformat: 16:9, 2.40:1
• Dolby, Surround Sound, PAL
• Laufzeit: 82 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 9. Februar 2006
• Produktion: 2005
DVD Features:
• Audiokommentar mit Wes Craven (Regie), Marianne Maddalena (Produktion) und Patrick Lussier (Schnitt)
• Making Of
• Gag-Reel
• Wes Craven: Eine neue Art von Thriller
• Trailer
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