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Aktualisiert am 31.01.2009

Filmkritik:

Reich des Bösen - Fünf Leben im Iran

Reich des Bösen - Fünf Leben im Iran

D 2007 R: Mohammad Farokhmanesh 90 Min. Filmwebsite
Der Dokumentarfilm porträtiert das Leben von fünf Bürgern der iranischen Hauptstadt Teheran. Er begleitet zwei Frauen, zwei Männer und ein junges Mädchen in ihrem Alltag inmitten der islamisch geprägten Gesellschaft des heutigen Iran und gewährt dabei einen Blick hinter die Kulissen des Gottesstaates.

Bernd Buder (Filmdienst) schreibt: "Farokhmanesh inszenierte seine persönlich geprägten Porträts mit ruhiger Hand und einem langen Atem: sechs Monate brauchte er, um Gesprächspartner zu finden, die keine Angst hatten, sich öffentlich zu äußern. Während der Dreharbeiten mussten immer wieder neue Drehgenehmigungen beantragt werden, ein Außendreh endete im Gefängnis. Als fünfte Protagonistin wird die kleine Golsa gezeigt, die in einem bürgerlichen Elternhaus aufwächst – um die Zukunftsperspektiven ihrer Generation geht es in den Diskursen, die Im Reich des Bösen mit persönlicher Nähe und analytischer Klarsicht geführt werden."

Silvia Hallensleben vom Tagesspiegel notiert: "Der im Iran geborene und in Hamburg lebende junge Regisseur Mohammad Farokhmanesh hat fünf Menschen zusammengebracht, die sich von alleine in der Millionenstadt wohl nie träfen. Der Grund: Er war es satt, das Bild seines Heimatlandes selbst bei wohlmeinenden deutschen Freunden immer nur auf die Angst vor atomarer Aufrüstung und religiöse Horrorszenarien reduziert zu sehen. Also machte er sich mit Kamera und kleinem Drehteam selbst auf den Weg nach Teheran, um dort das ganz normale Teheraner Alltagsleben festzuhalten – gefiltert nur durch sein ureigenes Darstell- und Erzählinteresse. Denn selbstverständlich sind auch die Protagonisten von Farokhmaneshs Film so sorgfältig gecastet wie die meisten anderen Dokumentarfilmhelden auch. Zufall ist da nichts."

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