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Aktualisiert am 25.04.2005
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Filmkritik:

Resident Evil

Gb/ D 2002 R: Paul Anderson D: Milla Jovovich, Michelle Rodriguez, Eric Mabius Film-Homepage
Ein Virus breitet sich in einem Forschungslabor aus, in dem fiese Zombies ihr Unwesen treiben. Ein Spezialtrupp soll das Problem lösen und gabelt dabei eine Frau ohne Gedächtnis (Jovovich) auf, der dann aber langsam dämmert, sie könnte Schuld sein an dem Schlamassel. Blickpunkt:Film ist nicht gerade euphorisch, spricht (mit etwas knarzenden Metaphern) von "einem gnadenlos kompakten Hightech-Thriller" mit "stromlinienförmigen Bildern". Paul Anderson "mag kein Regievirtuose mit einem besonders glücklichen Händchen bei der Schauspielführung sein, aber er versteht sein Handwerk, technokratische Fantasywelten ganz im Sinne der Vorbilder Besson, Cameron und Scott auf die Leinwand zu zimmern." Ein guter Film sei es nicht, aber immerhin "eine clevere, wissende und hoch kommerzielle Übersetzung des Games für die Leinwand."
Carsten Tritt vom Schnitt ist "freudig" überrascht, sei es doch um den Splatterfilm recht ruhig bzw. billig geworden. Die Inszenierung sei "ordentlich" und "in bester Weise die Kunst der Zerstörung. (...) Resident Evil entwickelt dabei mit seiner Reduktion auf Blut- und Schockeffekte ein beachtliches Unterhaltungspotential. Das ist vor allem der Tatsache zu verdanken, daß der Film auf die übliche Selbstironisierung verzichtet, ohne die am Ende - aufgrund der vorgegebenen Absurdität des Genres - sich kaum ein Filmemacher einen Zombiefilm zu drehen getraut hat. Anderson hingegen beweist, daß es auch anders geht, wenn man nur bereit und fähig ist, gewisse überflüssige Gesetze der Logik elegant zu umschiffen." Die Dialoge seien allerdings schlimm (auf deutsch noch schlimmer) und "die Dramaturgisierung (auch ein schönes Wort) der verschiedenen Charaktere" scheitere völlig.
Sebastian Handke ( taz) meint auch, der Film sei "die erste nicht misslungene Adaption der Game-Logik." Gut gelungen sei die Auswahl der Perspektiven, aus denen das Geschehen erzählt werden. Ein netter Einfall auch der Zentralcomputer Red Queen der als Schiedsrichter auftrete. "Das vom Spiel übernommene Muster des Survival Horror hat keine Tagseite, keinen Verlauf und natürlich auch kein Ende - nur Levels, in denen das Überleben zählt. Anderson ist eher Designer als Regisseur, und die kühlen und klaustrophoben Oberflächeneffekte verraten das Geld und die Mühe, die darin verbrannt wurden."
Der Spiegel hat ein Gespräch mit Produzent Bernd Eichinger geführt.
Helmut Krausser ( Welt) hat eigentlich nur der nervende Techno- Soundtrack gestört. Die Dialoge seien teilweise "peinlich" und es gebe kaum eine Szene die nicht Zitat sei, doch das störe nicht weiter. Gut sei das düstere Ende, die schicken und aufregenden Outfits von Frau Jovovich und das Set Design.
Hans Schifferle von der Süddeutschen Zeitung hat gedankliche Tiefen erkannt, die den Anderen verborgen bleben: "Was Resident Evil am Rande selbstironisch antippt, auch einen bizarren, uns satirisch erscheinenden Auftritt von Heike Makatsch als alternativem Zombie: das sind die Gefahren einer losgelösten Welt nach dem Wegfall des Eisernen Vorhangs." Anderson sei ein unterschätzter Regisseur und Jovovich spiele klasse.
Mit Frau Jovovich haben sich die Süddeutsche Zeitung und der Tagesspiegel unterhalten.
Holger Römers ( Frankfurter Rundschau) hält Resident Evil für einen unverhohlen kommerziellen Film und so alalysiert er die Elemente der Handlung einzig unter dem Gesichtspunkt was die Macher des Streifens gerade für hip halten. Wohlwollend bemerkt er zwar, man sehe dem Film die Entstehung in Berlin nicht an, allerdings haben ihm die vielen zusammengeklauten Motive genervt.
Dagegen glaubt Andreas Bocholte vom Spiegel durchaus Neues gesehen zu haben. Gut gefallen hat ihm die Verknüpfung der Spielhandlung mit Motiven aus Alice im Wunderland: "Ein Kniff, der dem Film - zusammen mit exzellenten Masken, soliden, sparsam eingesetzten Effekten und beeindruckendem Set-Design - einen unschätzbaren Mehrwert verleiht. So ist im Adlershofer Studio Berlin ein deutscher Action/Fantasy-Film entstanden, der ohne große Stars und lautes Marketing auskommt, dafür aber solide Spannungsmomente, glaubwürdige Charaktere und Monster bietet, die sich in geschmackvoller und angemessen ungemütlicher Ausstattung durch eine Handlung spielen, die sich nicht nur von Action-Episode zu Schauwert- Spektakel hangelt." (Ich gebe ab zum Business-Wetter..)

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Infos zu diesem Titel
• Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
• Untertitel: Deutsch, Englisch
• Bildformat: 1.85:1
• Dolby, Surround Sound, PAL
• Laufzeit: 96 Minuten
• DVD Erscheinungstermin: 10. März 2003
• Produktion: 2002

DVD Features:
• Making Of
• Trailer
• TV-Spots

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