Filmkritik:
Revenge of the Warrior - Tom Yum Goong
(Tom-Yum-Goong) Thailand 2006 R: Prachya Pinkaew D: Tony Jaa, Bongkuch Kongmalai, Petchthai Wongkamlao, Amonphan Gongtragan, Jing Xing, Nathan Jones, Tri Nguyen Filmwebsite
Der junge Kämpfer Kham reist von Thailand nach Sidney um zwei geraubte Elefanten zu retten. Sarah-Mai Dang vom Filmdienst ist vor allem von den physischen Möglichkeiten von Tony Jaa begeistert: "Präzise und elegant sind die Bewegungen des jungen Stars aus Thailand, die auf dem traditionellen Thai-Boxen Muay Thai basieren, und den Zuschauer ständig in Atem halten. (...) Die Handlung ist dabei zweitrangig, wenngleich Regisseur Prachya Pinkaew viele Bilder entwirft, anhand derer sich allerlei Themen verhandeln lassen." Und am Ende gebe es sogar fast so etwas wie einen Revolutionsaufruf.
Blickpunkt:Film gibt sich beeindruckt von den Kampfszenen und den Bewegungen von Tony Jaa. "Weniger Talent aber beweist der Fäustling in der Kunst der darstellenden Muse, auch über Humor verfügt er zumindest hier für keinen Pfifferling. Das macht jenen Teil des Films, in dem nicht gekämpft oder geflüchtet wird und auch keine Massenumzüge in prächtigem Lokalkolorit statt finden, allem achtbaren Aufwand zum trotz zu einer ziemlichen Geduldsprobe nicht nur für Actionfans."
Silvia Hallensleben vom Tagesspiegel ist ebenfalls von Jaas Kampfeskunst beeindruckt, auch wenn ihr im Vergleich zu Bruce Lee die "Spiritualität" fehlt. Hier handele es sich um "reine Knochenbrecherei (...). Handwerklich können atmosphärische Lichtsetzung und Kamera durchaus begeistern, dafür krankt die Montage schwer, bei der offensichtlich für den deutschen Vertrieb auch noch zwanzig aus den 109 Originalminuten herausgekürzt wurden." Außerdem nerve die "die billige Synchronisierung, die den Film über lange Strecken so klingen lässt, als sei er in indirekter Rede erzählt".
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