Filmkritik:
Rezept zum Verlieben
(No Reservations) USA 2007 R: Scott Hicks D: Catherine Zeta-Jones, Aaron Eckhart, Abigail Breslin, Patricia Clarkson, Bob Balaban 104 Min. Filmwebsite
Die perfektionistische Kate Armstrong wirkt als Meisterköchin in dem Nobelrestaurant "22 Bleecker" in Manhattan. EInes Tages wird ihr Nick Palmer als neuer Koch zur Seite gestellt, der selbst bereits ein Star der New Yorker Restaurantszene ist. Weil er weder das Leben noch die Haute Cuisine allzu ernst nimmt, kollidiert er sofort mit der völlig anders gearteten Kate.
Julia Teichmann vom Filmdienst stellt fest, dass bei diesem Hollywood-Remake von Bella Martha "weder die Handlung noch die Figurenkonstellation" wesentlich verändert wurden. Martina Gedeck sei jedoch als Köchin "wesentlich glaubwürdiger" gewesen: "Durch die Fallhöhe von Martina Gedecks Spiel, ihre subtile Interpretation einer schwierigen Wandlung, wurde die simple Stringenz des Plots relativiert - diese Dynamik wird in Rezept zum Verlieben zwar in Dialogen und Aktionen behauptet, sie ist aber nicht zu sehen und wird nicht umgesetzt."
Verena Friederike Hasel ( Tagesspiegel) bemängelt, der Film finde für seine Geschichte "nur konventionelle Bilder". Man "wünsche "sich zum deutschen Original zurück" und von diesem schwärmt sie dann ausführlich. Insbesondere von Martina Gedeck, die die neurotischen Ausformungen der Figur auf eine Art spiele, "derer Zeta-Jones nicht mächtig ist. Wo die Amerikanerin – niedlich-plump, wie sie ist – ihre Strenge bereitwillig fallen lässt, sich das Lächeln wohlig auf ihrem Gesicht ausbreitet, so als gehöre es da auch hin, huschen bei Gedeck die Regungen im Stakkato übers Gesicht, als wollte keine dort heimisch werden. Als ihre Chefin die Fertigkeiten des neuen Kochs lobt, guckt Gedeck wie ein Lama, das gleich spucken wird, und wenn sie lacht, scheint das Lachen ihr nur zu unterlaufen – gewaltig, aber unerwünscht."
Matthias Heine ( Welt) befindet, Regisseur Scott Hicks und Drehbuchautorin Carol Fuchs hielten sich "fast sklavisch an das deutsche Original. Ganze Szenen gleichen bis in jede Kameraeinstellung hinein Bella Martha." Zeta-Jones und Aaron Eckhart fand er zwar ganz charmant und Bob Balaban als Psychiater hat ihm auch gefallen, aber es handele sich dennoch um einen "Aufguss. Und dass der Film überflüssigerweise in Deutschland in den Kinos gezeigt wird, ist nur mit Kulturimperialismus zu erklären."
Auch Daniel Sander ( Spiegel Online) schreibt: "Es ist alles ein bisschen poliert und aufgehübscht, die Farben sind satter, die Interiors gediegener, insgesamt jedoch regiert der Grundsatz: Warum etwas ändern, wenn es schon einmal so gut funktioniert hat?" Er findet aber Remakes nicht weiter schlimm und der Film sei "leicht verdaulich" und auch "humorvoll und rührend und charmant".
Was läuft wo?
Welcher Film, welche Stadt, welches Kino, welche Uhrzeit - finden Sie's raus mit dem
Cinema-Kinotimer



























