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Aktualisiert am 01.04.2010

Filmkritik:

Die Affäre

Die Affäre

(Partir) F 2009 R: Catherine Corsini D: Kristin Scott Thomas, Sergi López, Yvan Attal, Bernard Blancan, Aladin Reibel, Alexandre Vidal, Daisy Broom 85 Min. Filmwebsite
Suzanne, um die 40, führt mit ihrem Mann und ihren beiden schon fast erwachsenen Kindern ein beschauliches Leben in Südfrankreich. Das ändert sich schlagartig als sie zufällig auf den Gelegenheitsarbeiter Ivan trifft und sich leidenschaftlich in ihn verliebt. Ihr Mann setzt jedoch alles daran sie wieder für sich zu gewinnen, er schreckt selbst vor Drohungen nicht zurück. Doch Suzanne kämpft bis zum Äußersten um ihre Liebe ...

"Die Affäre ist sorgfältig inszeniert und präzise beobachtet, jenseits der üblichen 'amour fou'-Klischees und mit einem feinen Gespür für den spezifischen Klassenhabitus der Figuren", lobt Esther Buss vom Filmdienst. Allerdings liefere der Film "keine wirklich befriedigende Erklärung, warum Suzanne der finanzielle und rechtliche Boden unter den Füßen weggezogen wird". Der Film scheine es auf einen "Fatalismus" abgesehen zu haben, "der nur unter den Bedingungen einer für die Figuren ausweglosen Situation seine Erfüllung finden kann"; hierin erinnere Die Affäre an François Truffauts Die Frau nebenan.

Michael Althen von der FAZ schwämt von Kristin Scott Thomas, die alles vergessen lasse, "was man über Frauen in ihrer Situation in Filmen wie diesen zu wissen glaubt. Ihr Gesicht scheint noch durchlässiger für die Gefühle, die an ihr zehren, und noch feinnerviger als zuletzt in So viele Jahre liebe ich Dich, falls das überhaupt möglich ist". Es sei eine "französische Qualität, mit welchem Selbstverständnis eine berechenbare Affäre als Filmstoff völlig genügt, weil sie von der Faszination getragen wird, Schauspielern dabei zuzusehen, wie sie den Dingen des Lebens ein Gesicht geben".

Michael Kohler von der Frankfurter Rundschau findet es "absolut sehenswert, wie Catherine Corsini diese Affäre ganz allmählich anbahnt, eine im Grunde unvermeidliche Liaison, die dann trotzdem wie eine plötzliche Erschütterung über die Figuren kommt". Ohne ihre Hauptdarstellerin wäre Corsinis "subtile Inszenierung aber möglicherweise nur die Hälfte wert".

Auch die NZZ bespricht den Film.

Spiegel Online hat mit Kristin Scott Thomas gesprochen.

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