Filmkritik:
Gegen jeden Zweifel
(Beyond a Reasonable Doubt) USA 2009 R: Peter Hyams D: Jesse Metcalfe, Amber Tamblyn, Michael Douglas, Joel David Moore, Orlando Jones, Lawrence Beron XX Min. Filmwebsite
Schon lange hat Staatsanwalt Mark Hunter keinen Fall mehr verloren: Er ist berüchtigt für seine gewandte Beweisführung und kann so auf eine beeindruckende Bilanz rechtskräftig Verurteilter blicken. Doch der junge, ehrgeizige Journalist C.J.Nicholas misstraut Hunter. Er ist überzeugt, dass dieser Beweise fälscht und manipuliert. Um seine brisante Theorie zu beweisen, scheut C.J.Nicholas nicht davor zurück, sich selbst mit gefälschten Indizien unter Mordverdacht zu bringen. Es beginnt eine trügerische und unerbittliche Jagd nach der Wahrheit.
Sascha Koebner vom Filmdienst schreibt, Fritz Lang erkannte einst im Rückblick Schwächen in seinem Film Jenseits allen Zweifels (der als Vorlage für dieses Remake dient); er schrieb, dass ihm "sein Vorhaben nicht geglückt sei, weil sein 'Herz wohl bei der Sache war, nicht aber mit den Menschen'“. Regisseur und Drehbuchautor Hyams scheine sich "noch nicht einmal über die 'Sache' im Klaren zu sein, die er eigentlich erzählen will. Denn während die Gesellschaftskritik in Langs Film "deutlich konturiert war, kürzt Hyams seinen Film um jedwede Haltung, die ihn zu mehr als einem durchschnittlichen Krimi hätte machen können". Gegen jeden Zweifel erinnere an ein TV-Movie, denn Hyams finde "kaum zu einer eigenen Ästhetik".
Spiegel Online (folgt)
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