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Aktualisiert am 11.05.2008

Filmkritik:

REC

REC

Spanien 2007 R: Jaume Balagueró, Paco Plaza D: Manuela Velasco, Ferran Terraza, Pablo Rosso, David Vert, Vicente Gil, Martha Carbonell, Carlos Vicente, María Teresa Ortega, Jorge Serrano 78 Min. Filmwebsite
Ein Routinejob, weiter nichts. Fernsehmoderatorin Angela Vidal und ihr Kameramann Pablo wollen eigentlich nur eine Nacht lang den Alltag der Männer einer Feuerwache dokumentieren. So denken sie sich nichts weiter, als die Feuerwehrmänner zu einem Routine-Einsatz in ein altes Mietshaus gerufen werden, wo sie der Polizei die Tür zu einer Wohnung öffnen sollen. Doch dann werden sie in der Wohnung von einer blutverschmierten Frau angegriffen, ein Polizist wird schwer verletzt. Flucht ist unmöglich, denn mittlerweile hat die Polizei das Gebäude weiträumig abgesperrt. Fernsehteam, Beamte, Feuerwehrmänner und Mieter sind gefangen in dem Haus. Dann bricht die Hölle los ...
Von Regisseur Jaume Balagueró lief 2003 Darkness in deutschen Kinos.

Wolfgang Hamdorf vom Filmdienst gefiel es, wie hier "mediensatirische Elemente mit knallharten Genre-Vorgaben" verbunden werden. Immer wieder überrasche der Film durch "neue Wendungen, stakkatoartig aneinander gereihte Effekte des Schreckens und filmische Anspielungen".

Michael Kohler von der Frankfurter Rundschau schreibt, der Film beite "weder ästhetisch noch thematisch" wirklich Neues, doch wie Balagueró und Plaza den Kampf ums Überleben inszenieren, "sollte man sich nicht entgehen lassen".

Auch Daniel Sander von Spiegel Online gefiel der Film. Vieles möge zwar "aus allen möglichen Klassikern wie 28 Days Later, Dawn of the Dead oder eben Blair Witch Project zusammengeklaut sein", aber die Filmemacher hätten "so gut geklaut, dass es eine Freude ist".

Christoph Huber schreibt in der taz, der "dichte, hochspannende Horrorfilm" nutze virtuos jenes Stilmittel der subjektive Perspektive einer Filmkamera; Balagueró und Plaza könnten wohl deshalb so viel "Schreckenskapital" aus dieser Methode schlagen, weil sie einer "(Film)-Kultur" entstammen, "deren Verhältnis zum Fantastischen noch intakt ist". Die Wirksamkeit des Films verdanke sich vor allem der "Haltung und Inszenierung" - die Story wurde "souverän auf Funktionalität des Schreckens hin getrimmt".

REC lief 2007 beim Filmfestival von Venedig.
Rüdiger Suchsland schrieb bei artechock: "Dieser Horrorfilm hatte genau die gesunde Härte, die man von den Spaniern erwarten darf (...). Ein Horrorkabinett des Katholizismus über ein teuflisches Christentum, das sich nebenbei natürlich auch den Terrorismus-Verweis nicht entgehen lässt. Ein hervorragend gelungener blutiger Alptraumtrip - kurz (83min), schmerzhaft und mit einfachsten Mitteln findet er schmutzige und ziemlich ekelige Bilder fürs Teuflische, wie man sie seit Exorcist so nicht mehr gesehen hatte".

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