Die Filmstarts vom 22. März 2007
  Alpha Dog - Tödliche Freundschaft
  Am Limit (WA)
  Die Fälscher
  Hände weg von Mississippi
  Keine Sorge, mir geht's gut
  Number 23

A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W X
Y Z 0-9

Durchsuchen Sie unsere Website:

Aktualisiert am 24.03.2007

Filmkritik:

Hände weg von Mississippi

Hände weg von Mississippi

D 2007 R: Detlev Buck D: Katharina Thalbach, Zoë Mannhardt, Christoph Maria Herbst, Hans Löw, Milan Peschel, Alexander Seidel, Heidi Kabel 98 min. Filmwebsite
Die junge Emma verbringt die Sommerferien bei ihrer Oma Dolly, die ein Herz für ausgesetzte Tiere hat. So rettet sie auch die Stute Mississippi, die nach dem Tod ihres Besitzers von dessem Neffen an den Schlachter verkauft werden sollte. Doch weil sich im Testament des Onkels eine lukrative Klausel findet, will der Neffe bald das Pferd zurück. Das gilt es zu verhindern. Der Film basiert auf einem Roman von Cornelia Funke.

Horst Peter Koll ( Filmdienst) fand den Film zwar "ganz nett anzuschauen, aber auch ausgesprochen harmlos und betulich, was vor allem auf Kosten der jungen Hauptdarsteller" gehe, die nie "einen griffigeren Charakter entwickeln und auch nicht ihre Gefühle und Interessen einbringen können". Buck zeige eher seine "ganz eigene Sichtweise von 'Kindheit' (...) mit skurrilen Sidekicks“, als dass er sich "glaubwürdig und verantwortungsvoll um die Kindergeschichte und ihren thematischen Kern" bemühe. "Vor allem Funke-Fans, die bereits den Roman gelesen und genossen haben, werden an dieser 'schönen' Bebilderung durchaus noch ihren Spaß haben; wer der Geschichte in dieser Form erstmals begegnet, der hätte sich wohl doch etwas mehr gewünscht."

Rebecca Wilbertz ( taz) fand die Art, wie hier die Globalisierung aufbereit wird, recht einfach und bisweilen "dröge". "Auch ein Kinderfilm dürfte es sich leisten, die Grenzen zwischen Gut und Böse differenzierter zu gestalten, als dies hier geschieht." Der Film hangele sich "an zu oft gesehenen Plotstrukturen" entlang und es mangele "an Subtilität (...). Buck versucht eher intuitiv eine Stimmung einzufangen, als sich intensiv auf seine Figuren einzulassen." Die Aufnahmen der heilen Natur im Biosphärenreservat Schaalsee fand sie aber "liebevoll".

Elmar Krekeler von der Welt schildert den Handlungsort so: "Rögnitz ist sehr Bullerbü. Die Sommer sind nichtendenwollend. Hübsch hocken die Häuser an der hoppeligen Straße hinter blütenüberquollenen Vorgärten. Poetisch wogen die Weizenmeere dem Horizont zu." "Mit Lust" habe sich Buck, "Bauernsohn und gelernter Landwirt", für seinen "Western im Osten an die Erfüllung der schönsten Kinderfilmferienklischees gemacht": "Alles sitzt, passt, wackelt und nimmt Kindern manchmal die Luft vor Lachen. Eltern sehen sich zwar im Dunkeln wissend und ein bisschen gelangweilt an angesichts dieses Postpostlönnebergas. Aber am Ende sind (fast) alle glücklich. Deutschland – ein Supersommerökomärchen. Wie schön."

Der Tagesspiegel hat sich mit Detlef Buck unterhalten, die Welt und Spiegel Online auch.

Der Schriftstellerin Cornelia Funke hat die Verfilmung ihres Buchs gut gefallen, meldet der Tagesspiegel.

Was läuft wo?
Welcher Film, welche Stadt, welches Kino, welche Uhrzeit - finden Sie's raus mit dem Cinema-Kinotimer