Filmkritik:
Opernfieber
D/CH 2004 R: Katharina Rupp D: Giuseppe di Stefano, Gustav Kuhn, Luisa Mandelli, Giancarlo Soave, Alfredo Cava, Mariella Devia Filmwebsite
Dokumentarfilm über Opern-Claqueure in Italien, die für eine kostenlose Opernkarte mit "Bravo"-Rufen das Publikum zu Beifallsstürmen animieren sollen.
Jörg Gerle vom Filmdienst meint, die "zweifelhafte Arbeit" dieser Claqueure gäbe einen guten Stoff für eine "investigative Fernsehreportage" her, die "Korruption im subventionierten Opernbetrieb aufdeckt". Glücklicherweise vermeide die Regisseurin Katharina Rupp aber "jede reißerische Aufgeregtheit". Vielmehr nutze sie das Thema zu einem "interessanten, mitunter anrührenden und wehmütigen Porträt von Fans eines anachronistischen Kulturbetriebes und ermöglicht einen von Sympathie geprägten Blick auf jenen Betrieb, der diese Nische für eine eigentümliche Liebhaberei öffnet". Der Film kümmere sich wenig um "Korruption und Erpressung", sondern beleuchte "ein Stück Tradition in der Beziehung zwischen Fan und Star".
Michael Ranze von epd Film gefiel der FIlm sehr gut. Die Regisseurin begegne ihren Interviewpartnern "trotz der mitunter eigentümlichen Auswüchse ihrer Obsession mit Geduld und Respekt", ihr Fragen stelle sie "kenntnisreich und interessiert" und lüfte so "die Geheimnisse der Claque, über die niemand gerne spricht".
Was läuft wo?
Welcher Film, welche Stadt, welches Kino, welche Uhrzeit - finden Sie's raus mit dem
Cinema-Kinotimer



























