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Aktualisiert am 02.03.2006

Filmkritik:

Underworld: Evolution

Underworld: Evolution

USA 2005 R: Len Wiseman D: Kate Beckinsale, Scott Speedman, Tony Curran, Shane Brolly, Steven Mackintosh, Bill Nighy, Derek Jacobi, Brian Steele, Zita Görög, Scott McElroy, John Mann Filmwebsite
Der Film erzählt die Fortsetzung des schon in Underworld ausgetragenen Kampfes zwischen Vampiren und Werwölfen und der Liebe zwischen Vampirheldin Selene und Werwolf-Mensch Michael.

"Nach dem achtbaren Abschneiden des Vorgängers heizt Regisseur Len Wiseman seiner Gattin Kate Beckinsale erneut mit dem erprobten Konzept ein, der in gestylten Bildern vollzogenen Ehe von Action und Horror", schreibt Blickpunkt:Film. Da die (in der Nacherzählung überaus hanebüchen klingende) Geschichte nur eine "Nebenrolle" spiele, sei der Film "eher rein visuell eine Evolution", an der man sich aber "nicht so recht satt sehen" könne. Anscheinend nicht mal im "waffengewaltigen Finale", "wo der Wolfsmensch steppt und der Hubschrauberrotor häckselt, bis das Wunder des Sonnenlichts erfolgt." Lustig, oder?

Michael Kohler vom Filmdienst hat die "bald zweistündige Finsternis" des Films dagegen offensichtlich ein wenig die Laune verdorben. Er weist Anleihen bei einigen genreverwandten Filmen nach, z.B. bei 28 Days Later und Terminator 3, um seinem Missmut schließlich so Ausdruck zu verleihen: "An diesem Baukastenprinzip ist im Grunde auch nichts auszusetzen. Leider kommt es aber mit einer intellektuellen Ignoranz daher, die Wisemans neue Mythologie auf klassisches Filmhandwerk weitgehend verzichten lässt."

"Mit Underworld: Evolution hat der moderne Vampirfilm auch noch den letzten Rest an Subtext verloren", stellt Sascha Westphal (Welt) fest: "Wiseman begnügt sich damit, ein in sich geschlossenes Universum zu erschaffen, das letztlich keinerlei Bezug zu unserer (psychologischen) Wirklichkeit besitzt." Dieser "ganz eigene Kosmos" besitze "durchaus seinen Reiz", so Westphal: "In einigen Szenen hat der zweite Teil der Underworld-Trilogie mit allen seinen überlebensgroßen Gesten und Emotionen eine beinahe opernhafte Grandeur, der man sich kaum entziehen kann. Nur vermißt man irgendwann dann doch das doppelbödige Wechselspiel von Faszination und Schrecken, Erotik und Ekel, das seit Murnaus Nosferatu ein Kennzeichen aller großen Vampirfilme war."

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