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Aktualisiert am 02.03.2006

Filmkritik:

Die wilden Kerle 3

Die wilden Kerle

D 2006 R: Joachim Masannek D: Jimi Blue Ochsenknecht, Sarah Kim Gries, Raban Bieling, Nick Romeo Reimann, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Uwe Ochsenknecht Filmwebsite
Nach einer happigen Niederlage hat sich die Fußballmannschaft Die wilden Kerle aufgelöst. Nun werden sie von der Mädchenmannschaft Die Biestigen Biester gefordert und müssen natürlich annehmen. Blickpunkt:Film war ganz zufrieden: "Wie der Regisseur sind auch die Hauptdarsteller mit ihrer Aufgabe gereift. Das spürt man bei Nummer 3 ganz deutlich. Aber auch die Neulinge schlagen sich prächtig." Der Film bediene sich ausgiebig bei der Filmgeschichte, aber: "Besser gut geklaut als schlecht erfunden. Den Kids, und das ist nun mal die Zielgruppe, wird's egal sein, denn die dürfen die Vorbilder dank FSK sowieso (noch) nicht kennen..."

Horst Peter Koll vom Filmdienst bleibt recht distanziert: Mit dem dritten Teil habe sich "die Serie nun endgültig von jedem konkreten Wirklichkeitsraum verabschiedet und siedelt sich in einem imaginären Kosmos an, der sich vor allem aus 'klassischen' Genre-Vorbildern des Erwachsenen-Kinos speist. (...) Das Ganze hat phasenweise kaum noch den verspielt-naiven Charme der beiden ersten Kerle-Filme, sondern gibt sich in Sound, Ausstattung und Kostümen einen geradezu bombastischen Anstrich, der eher an Roberto Rodriguez’ Spy Kids-Serie erinnert – ohne freilich deren selbstironischen Witz zu erreichen." Die Texte nur aufgesagt, bewege sich der Film am "Rand zur Persiflage" und Koll nervte auch "das distanzlose Einüben hohler Macho-Posen".

Josef Engels von der Welt war auch nicht sehr begeistert: "Alles, was die ersten beiden Teile ausmachte, ist auch hier wieder präsent. Etwa die Liebe zu abgedrehten Abenteuerspielplatz-Sets, die diesmal ein wenig an Mad Max gemahnen. Die Schimpfwörter. Die vollkommen krude Story. Die schauspielerische Unfähigkeit der Kinder-Darsteller. Die Erfindung abstruser neuer Fußball-Regeln, die aus Werbe-Spots und Computerspielen entliehen sind." Einen Hauch von Realismus hat er in jener Szene erkannt, in der Leon sich "einer Überzahl von selbstbewußt grimmigen Amazonen gegenübersieht und eine empfindliche Niederlage einstecken muß." (So haben wir uns Die Welt aber nicht vorgestellt.)

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